Amy Beach: Symphonie e-moll op.32 “Gaelic”

Ein Meisterwerk zu entdecken, das der Musikwelt noch weitestgehend unbekannt ist, sorgt für eine ganz besondere Aufregung – und ist eine echte Seltenheit. Gleich drei solche Juwelen zu finden und sie in einer Erstaufnahme mit herausragenden Künstlerinnen festzuhalten ist ein Glücksfall! Auch wenn die erste Einspielung der „Gaelic Symphony“ von Amy Beach mit den Münchner Symphonikern unter Ihrem neuen Chefdirigent Joseph Bastian inzwischen immer wieder im Konzertrepertoire zu finden ist, bleibt Beachs faszinierende musikalische Sprache für viele Musiker*innen noch unentdecktes Terrain. Und genau das macht die Arbeit damit als Interpret so schön und spannend: Sich ganz auf eine neue Klangwelt einzulassen, die Details mit den großen Linien in Einklang zu bringen und die Feinheiten sowie die Raffinesse ihrer großartigen Instrumentationskunst verstehen zu lernen ist eine ohren- und seelenöffnende Bereicherung. Diese Musik ist so reich, so vielschichtig und so farbig, dass man sie nur lieben kann. Die „Gaelic Symphony“ ist die erste Symphonie einer amerikanischen Komponistin überhaupt. Ihre Existenz verdankt sich einerseits der Schaffenskraft und dem trotzigen Selbstbewusstsein von Amy Beach, die auch unter der Fuchtel ihres Ehemannes nicht von der Musik ließ. Andererseits dem Einfluss von Antonín Dvořák, der damals in den USA lebte, verpflichtet als Geburtshelfer einer genuin amerikanischen Musik. Die drei Gesangswerke dieses Albums (alles Ersteinspielungen) sind durchdrungen von Poesie und Drama. Es war für die Münchner Symphoniker, Joseph Bastian und den Sängerinnen Angela Brower und Camille Schnoor besonders bewegend, diese Klänge nach über einem Jahrhundert, soweit bekannt, zum ersten Mal, wieder zum Leben zu erwecken.

Discovering a masterpiece that is still largely unknown to the music world creates a very special excitement and is a real rarity. Finding three such gems and capturing them in a premiere recording with outstanding artists is a stroke of luck Even though the first recording of the ‘Gaelic Symphony’ by Amy Beach with the Munich Symphony Orchestra under its new chief conductor Joseph Bastian can now be found time and again in the concert repertoire, Beach’s fascinating musical language remains undiscovered territory for many musicians. And that is precisely what makes working with it as an interpreter so beautiful and exciting: getting completely involved in a new world of sound, harmonising the details with the broad lines and learning to understand the subtleties and sophistication of her magnificent art of orchestration is an ear- and soul-opening enrichment. This music is so rich, so multi-layered and so colourful that you can only love it. The ‘Gaelic Symphony’ is the very first symphony by an American composer. Its existence is due on the one hand to the creative power and defiant self-confidence of Amy Beach, who did not let go of music even under the thumb of her husband. On the other hand, the influence of Antonín Dvořák, who lived in the USA at the time, as the midwife of a genuinely American music. The three vocal works on this album (all première recordings) are imbued with poetry and drama. It was particularly moving for the Munich Symphony Orchestra, Joseph Bastian and the singers Angela Brower and Camille Schnoor to bring these sounds back to life for the first time in over a century, as far as is known.